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Mosh Mosh aka Isabel Reiß und Viola Thiele machen elektronische Musik. Ihre Debut EP mit dem schlichten Titel "Mosh Mosh" erschien auf dem Münchner Label Echokammer. Mosh Mosh's Musik sind Krachige Basedrums und schwere Basslinien. Treibende Beats werden abgewechselt von dubbigen Stücken und Ragga-Anleihen.
Reiss und Thiele arbeiten mit Musikern und Musikerinnen wie Zombie Nation, Catriona Shaw, Heidi Mortenson und Joe Masi zusammen. Die beiden bezeichnen sich selbst als divenhaftes Duo. Tatsächlich könnte man sie zu Beginn ihrer Bühnenshow mit zwei feinen Damen verwechseln, die unterwegs sind zu einem Gala Dinner. Allerdings bleibt am Ende der Konzerte von diesem Eindruck nicht mehr viel übrig. Denn im Eifer des Gefechts sind sich die Diven weder zum Stagediven noch für exstatische "Bühnenakrobatik" zu schade. Im ramponierten Zustand scheinen sich die beiden Ladies am wohlsten zu fühlen - immer fleissig, die Codes der Damenhaftigkeit neu zu definieren.
"Junkies in Bikinis gonna get you, flowers in bikinis gonna rape you, ladies in bikinies gonna kill you!" - Die perfiden, absurden und agitatorischen Texte werden mit Riot-Grrrl-Chören, Sprechgesang oder lieblichen Hauchstimmen intoniert, oft getragen von süssen Melodien, die auf altertümlichen Synthesizern gespielt scheinen.
Auch die Welt der Tiere scheint es Mosh Mosh angetan zu haben: Neben zwei Liedern über Ponies (das eine ein queeres Pony, das andere trägt goldene Perlen in der Schweifdauerwelle) gibt es da auch einen Song über Otter. Und selbst in ihre Coverversion von "Welcome to the Jungle" hat sich ein hündischer Vierbeiner eingeschlichen. Mosh Mosh, die zwei Glam-Diven lassen Guns N' Roses blöde aus den Stretch-Jeans gucken und zeigen, dass Riot Girrrlism nicht tot, sondern vielfältig wie nie ist.
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